Die World Press Photos bewegen – und sorgen für intensiven Austausch
Es ist keine ganz leichte Kost, die wir den Besuchern der World Press Photo-Ausstellung im Landesmuseum servieren. Ja, viele Bilder sind grausam. Was jedoch in der Welt passiert, dürfen wir nicht einfach totschweigen. Aber: Die Jury des Wettbewerbs kürt auch jedes Jahr aufs Neue Bilder, die voll Hoffnung sind. Eines haben alle Fotografien gemeinsam: Sie regen zum Nachdenken an. Wir haben in den letzten Wochen einige Besucher gefragt, was sie zur Ausstellung denken.

Lilo Wolf ist eine treue Besucherin der Oldenburger World Press Photo-Ausstellung – zum dritten Mal in drei Jahren war sie bei uns zu Gast. Die Geschichte von Lindsay Hilton, die ohne Unterarme und Unterschenkel zur Welt kam, gefällt der Oldenburgerin besonders.

In dieser Bilderserie steckt ganz viel Hoffnung und Mut. Lindsay nimmt neue Herausforderungen an, geht immer wieder an ihre körperlichen Grenzen – und das Selbstbewusstsein steht ihr ins Gesicht geschrieben. Von diesen positiven Geschichten wünsche ich mir mehr!
Lilo Wolf

Mit seinem Kurs besuchte auch Gideon Stratmann die Ausstellung – denn Pressefreiheit, Berichterstattung und Medienzensur sind in Schulen heute auch auf dem Lehrplan. Die World Press Photos liefern dafür reichlich Gesprächsstoff.

Eine Ausstellung, die weltweite Geschichten aus unterschiedlichsten Themenbereichen auf den Punkt und jeden Besucher zum nachdenken bringt.
Dabei findet man Schnappschüsse und Fotografien, welche die Realität so ehrlich und offen darlegen, das es überrascht und auch beeindruckt.
Gideon Stratmann

Vera Sbach unterstützt das World Press Photo-Team als Aufsichtskraft. Am wichtigsten findet sie, dass die Bilder zum Reflektieren anregen und uns stets neue Blickwinkel aufzeigen.

Menschen setzen sich hier bewusst mit Themen und Geschehnissen auseinander, die außerhalb ihres Lebensraumes stattfinden. Ich finde es sehr wichtig, sich über die Fotografien und deren Hintergründe auszutauschen.
Vera Sbach

Henry und Lasse aus Delmenhorst und Aurich haben die World Press Photos bereits im vergangenen Jahr im Oldenburger Schloss gesehen – und haben uns schon damals ihren Favoriten gezeigt. In diesem Jahr hat sie besonders die Bilderserie von Amber Bracken gefesselt:

Das Bild fasziniert, weil es die Natur darstellt, die gerade die Erbauer der Pipeline nicht wahrnehmen.
Henry und Lasse

In einem Interview bezeichnete Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer Stamm das Oldenburger Schloss während der Zeit der World Press Photo-Ausstellung als „Hotspot der Stadt“, als einen Ort der Begegnung und des Gesprächs. Die zahlreichen Besucherstimmen, die von den Mitarbeitern im Landesmuseum eingefangen werden, bestätigen: Oldenburg hat Lust zu reden! Und die Weltpressefotos bieten jede Menge Gesprächsthemen.