Über die Ausstellung

Bereits seit 1955 zeichnet die in Amsterdam ansässige World Press Photo Foundation alljährlich die besten Pressefotos der Welt aus. Der World Press Photo Award gilt als international wich­tigster Preis für Pressefotogra­fie und wurde in diesem Jahr zum 60. Mal vergeben. 2017 konnte die hochkarätig besetzte internationale Jury aus über 80.000 Einsendungen von mehr als 5.000 Fotografen aus 125 Ländern auswählen.

Die Ausstellung der spektakulärsten Motive geht Jahr für Jahr auf Tournee durch rund 100 Städte in aller Welt. Unter anderem werden die Aufnahmen in Metropolen wie Paris, Tokio oder Sydney gezeigt.

Im Nordwesten Deutschlands waren die World Press Photos lange Zeit nicht zu sehen. Im Februar 2016 organisierte die Medienagentur Mediavanti erstmals eine Schau der faszinierenden Bilder im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg. „Diese Fotos ermöglichen einen unge­wöhnli­chen Blick auf das Weltgeschehen und man sollte sie endlich auch hier betrach­ten können“, sagte Claus Spitzer-Ewersmann, Ge­schäftsführer der Agentur, zur Eröffnung.

Die Besucherzahlen gaben den Initiatoren recht. Zur Premiere 2016 kamen 14.300 Besucher, im zweiten Jahr waren es sogar mehr als 15.800. Bei der dritten Ausstellung 2018 stieg die Zahl nochmals um rund 1000 auf 16.800. Viele Besucher beteiligten sich zudem am umfangreichen Rahmenprogramm, u.a. mit Vorträgen und Dis­kussio­nen rund um die Themen Fotojournalismus und Pressefotografie.

2018 Der spanische Unterwasserfotograf Francis Pérez entdeckte vor Teneriffa eine Meeresschildkröte, die in einem Fischernetz voller Müll festhing. Seine Aufnahme „Caretta Caretta Trapped“ wurde mit einem World Press Photo Award in der Kategorie Naturfotografie ausgezeichnet. Pérez kam als Ehrengast der Ausstellung nach Oldenburg und eroberte hier mit seiner offenen Art die Herzen der Fotofreunde.

2017 Wochenlang hatte der australische Fotograf Warren Richardson Flüchtlinge im ungarisch-serbischen Grenzgebiet begleitet. Sein Bild „Hope for a New Life“ wurde mit dem World Press Photo Contest 2016 ausgezeichnet. Richardson kam nach Oldenburg, um seine Arbeit vorzustellen, und fand hier großen Zuspruch bei den Besuchern. Sie machten die Ausstellung in den folgenden Wochen zu einem großen Erfolg.

2016 Der dänische Fotograf Mads Nissen gewann mit seiner Aufnahme eines homosexuellen Paares in St. Petersburg den World Press Photo Contest 2015. Als Ehrengast war er bei der Eröffnung der Ausstellung im Oldenburger Schloss und berichtete den Besuchern von seiner Arbeit. In den folgenden drei Wochen wurden die Weltpressefotos zum Gesprächsthema in der ganzen Region.

Fotos: Andreas Burmann